Social Media

Suchen...

Deutschland & Welt

Institut der deutschen Wirtschaft warnt vor Steuererhöhungen nach der Pandemie

Themenbild: Pixabay

Köln. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hat vor einer Erhöhung der Steuern in Folge der hohen Neuverschuldung durch die Corona-Hilfen gewarnt.

„Die Steuern zu erhöhen, wäre der falsche Weg“, sagte IW-Ökonom Tobias Hentze dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Donnerstag-Ausgabe). Die Schulden müssten nach dem Ende der Pandemie wieder abgebaut werden. „Wenn die Krise halbwegs überwunden ist und die Wirtschaft wieder auf einen normalen Wachstumspfad zurückkehrt, wird die Staatsschuldenquote auch schnell wieder sinken. Dann greift auch wieder die Schuldenbremse“, sagte Hentze. Die bereits gewährten Hilfen und auch künftige führten noch nicht zu einer übermäßig hohen Staatsverschuldung im internationalen Vergleich.

Es sei unverzichtbar, Firmen, denen die Geschäftstätigkeit verboten wurde, zu entschädigen. „Der ökonomische Schaden durch eine Insolvenzwelle und Massenarbeitslosigkeit wäre um ein Vielfaches höher, als die Hilfen, die gewährt werden. Die Staatsfinanzen wären nicht nur deutlich stärker belastet, auch die Perspektiven für den Haushalt wären sehr viel schlechter“, so der Ökonom. Allerdings müssten die Hilfen noch sehr viel zielgenauer sein und sich nicht am Umsatz, sondern wie seit Januar an den Fixkosten bemessen. Die Gefahr einer neuen Euro-Schuldenkrise sieht der Wirtschaftswissenschaftler nicht. „Der entscheidende Unterschied zur letzten Krise vor zehn Jahren ist, dass der Zins nahezu verschwunden ist. Das macht es Ländern wie Italien und Frankreich leichter, die Schulden zu bedienen und damit eine neue Krise unwahrscheinlicher.“ Allerdings werde es für Sparer aufgrund dessen auf absehbare keine Zinsen mehr geben, weil dies die Stabilität des EU-Währungsraumes gefährden würde. „Stellen wir uns vor, das Europa zu den Zinssätzen von vor zehn Jahren zurückkehrt, dann hätten viele Länder in Europa ein ziemliches Problem.“

PM/Kölner Stadtanzeiger

Auch interessant

Deutschland & Welt

Bielefeld. Die Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen begrüßen das Ende der Isolationspflicht und blicken der Karnevalszeit optimistisch entgegen. „Wir haben Verständnis dafür, dass die Isolationspflicht aufgehoben...

Blaulicht

Mönchengladbach. Bei einem Raub im Bereich Alter Markt hat ein Unbekannter am Mittwoch, 25. Januar, einen 37-jähriger Mann mit einem Messer am Arm verletzt....

Blaulicht

Mönchengladbach. Am Mittwoch, 25. Januar, gegen 23.15 Uhr ist eine 37-jährige Frau auf der Dahlener Straße bei einem Verkehrsunfall leicht verletzt worden. Die 37-jährige...

Deutschland & Welt

München. Wer sein Elektro-Auto in einer Tiefgarage eines Mehrfamilienhauses aufladen möchte, schaut häufig in die Röhre. Die Möglichkeiten zum dortigen Laden haben sich zwar...

Deutschland & Welt

Hamburg. In seinem ersten Interview seit Bekanntgabe seines vorzeitigen Ausscheidens äußert sich der scheidende Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, kritisch über Schulschließungen: „Es...

Deutschland & Welt

München. Die Autofahrer müssen beim Tanken erneut deutlich tiefer in die Tasche greifen als in der Vorwoche. Wie die aktuelle ADAC Auswertung der Kraftstoffpreise...

Deutschland & Welt

Osnabrück. Deutschlands Stadtwerke erwarten eine dauerhafte Verdopplung der Gas- und Stromtarife für Endkunden. Angesichts gesunkener Großhandelspreise „wollen natürlich auch die Stadtwerke die Tarife senken,...

Deutschland & Welt

Wiesbaden. Die Zahl der Beschäftigten im deutschen Gesundheitswesen ist im Corona-Jahr 2021 deutlich stärker gestiegen als noch im ersten Pandemiejahr 2020. Wie das Statistische...

Anzeige